DIE INITIALE SPONTANE REGENERATION

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    25-Sep-2016

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  • DIE INITIALE SPONTANE REGENERATION.

    A. Verbderungen im Blut.

    Bei akuten Blutungsanamien und nicht im geringsten bei Abort- anamien besteht bekanntlich im allgemeinen eine gunstige Tendenz zu spontaner Besserung (MEULENGRACHT, POULSSON, MURPHY, WAHLBERG u. a.). MEULENGRACHT hat die spontane Regeneration bei akuten Blutungsanamien nach Fiillen von Abort und Hamate- mesis naher untersucht. Wie er hervorhebt, ist nach letzteren die Regeneration langsamer als nach ersteren, bei denen man oft eine sehr gute spontane Besserung wahrniihme. Er betont jedoch auch, dass die Ergebnisse von Fall zu Fall wechseln konnen und durch individuelle Verschiedenheiten der Patienten wie Alter, Temperatur, fruhere Krankheiten usw. bedingt seien.

    In 19 von m e i n e n F a 11 e n habe ich die spontane Rege- neration verfolgt. Aus vorher genannten Grunden wurde die Beobachtung bei Abortanamien abgebrochen, sobald die spontane Retikulozytose verschwand (gewohnlich nach 7-10 Tagen) und nachdem eine etwa entstandene Besserung der Blutwerte aufge- hort hatte und diese mehrere Tage lang stationar gewesen waren oder zu sinken begonnen hatten. In den ubrigen Fallen von Blu- tungsanamien war schon wegen der Natur der Erkrankung ein langerer Krankenhausaufenthalt notwendig, und deshalb konnte in ihnen auch die spontane Regeneration langere Zeit hindurch beobachtet werden.

    Die Diat der Patienten bestand wahrend der Beobachtungszeit aus der gewohnlichen Krankenhauskost. Die Ulcuspatienten mussten anfangs eine vorsichtige Diat innehalten, die aus Milch-, Mehl- und Eierspeisen, Griitze, Butter und Zucker mit allmahli- chem Zusatz von Fisch und spater Fleisch bestand. Alle Patienten befanden sich wahrend der Beobachtungszeit verhiiltnismassig

  • 100

    wohl, mit Ausnahme von denen, welche die schwersten Anamien hatten und uber bestandigen heftigen Kopfschmerz klagten.

    Im folgenden (S. 225) sind die Ergebnisse der Rlutbestimmungen in den 19 Fallen in graphischer Form veranschaulicht. Die K u r v e n 1-XIX stellen die Werte fur Hamoglobin, Erythrozyten, Farben- index und Retikulozyten dar. Das Vorkommen der Normoblasten ist mit + oder - bezeichnet.

    Wie aus den K u r v e n I-XV hervorgeht, schwanken bei den A b o r t a n a m i e n (Fall 33, 37, 41, 42, 43, 45, 47, 49, 50, 53, 57,58, 59, 64,66) die Beobachtungszeiten zwischen 7 und 15 Tagen. Die H a m o g 1 o b i n w e r t e verblieben bis zum Ausgang der Beobachtungszeit in 9 Fallen (33, 37, 42, 43, 45, 57, 58, 64, 66) in der Tat unverandert, in 2 Fallen (53, 59) sanken sie um 8 und 10 % und in 4 Fallen (41, 47, 49, 50) stiegen sie um 6 bezw. 6, 10 oder 7 yo. Die E r y t h r o z y t e n w e r t e hielten sich in 5 Fiillen (37, 42, 57, 59, 66) tatsachlich unverandert, in 3 Fallen (45, 53, 58) verminderten sie sich um 150.000 bezw. 200.000 oder 200.000 und in 7 Fallen (33, 41, 43, 47, 49, 50, 64) stiegen sie um 400.000, 500.000, 300.000, 500.000, 300.000, 500.000 oder 200.000. Der F a r b e n i n d e s sank in 10 Fallen (33, 41, 42, 43, 47, 53, 57, 59, 64, 66) und stieg in 5 Fallen (37,45,49,50, 58). Die Erythro- zytenwerte zeigen somit eine grossere Neigung zu spontaner Besse- rung als die Hamoglobinwerte.

    Wenn es gilt, die spontane Regenerationskraft zu beurteilen, ist auch der Unterschied zwischen den Ausgangswerten und den wahrend der Beobachtungszeit wahrgenommenen hochsten Werten in Betracht zu ziehen. In 9 Fallen (33, 41, 42, 45, 47, 53, 59, 64, 66) fallt dieser Unterschied, was sowohl die Werte fur das Hamo- globin wie fur die Erythrozyten anbetrifft, im grossen und ganzen mit dem Unterschied zwischen Ausgangs- und Endwerten zusam- men. In Fall 37 stieg der Wert fur die Erythrozyten nach 2Tagen um etwa 150.000, sank aber danach wieder auf den Ausgangswert zuruck. In Fall 43 stieg der Wert fur das Hamoglobin um 9% und fur die Erythrozyten urn etwa 450.000, fie1 aber spater wieder urn 5 yo bezw. 200.000. In Fall 49 ging der Wert fur die Erythro- zyten um etwa 600.000 in die Hohe, urn danach um etwa 300.000 zu sinken. In Fall 50 steigerte sich zu Anfang der Wert fur das Hamoglobin urn 10 yo und fiir die Erythrozyten urn etwa 800.000.

  • 101

    Am Ende der Beobachtungszeit waren die Werte wieder um 3 % bezw. etwa 300.000 heruntergegangen. In Fall 57 betrug die Ver- mehrung etwa 400.000; doch sank der Wert spater um etwa 250.000. In Fall 58 wurden bloss 2 Blutbestimmungen vorgenommen.

    \Vie sich aus obigem ergibt, kann man in der Mehrzahl der Falle, insbesondere in bezug auf die Erythrozyten, eine zum min- desten initiale Steigerung der Werte konstatieren. Die spontane Regenerationskraft reicht jedoch nicht aus, um in allen diesen Fallen am Ende der Beobachtungszeit zu definitiv gesteigerten Werten zu fiihren. Auf die Frage nach einem etwaigen Einfluss eines wechselnden Abbaues von Hamoglobin und Erythrozyten werde ich spater zuruckkomnien. S u r in 4 von 10 Fallen (41, 47, 49 und 50) vermug mun die spontane Regeneration als einigermassen guf zii bezeichnen. Diese Ergebnisse stehen in gewissem Gegensatz zu den Ansichten der oben angefuhrten Autoren uber die spontane Regenerationskraft bei akuten Blutungsanamien.

    Die Besserung bezw. Verschlechterung der Blutwerte wahrend der spontanen Regeneration scheinen weder zu den Ausgangs- werten noch den Variationen in der Duration der Blutung noch dem Alter der Patienten in irgend einem bestimmten Verhatnis zu stehen.

    Die 4 Falle von N i c h t - A b o r t b l u t u n g e n (80, 81, 82, 83, K u r v e X V I - 21 I X) wurtleit innerhalb eines Zeitraumes von 14 bis 26 Tagcn beobachtet. In Fall 80 stieg der H a m o - g 1 o 1) i II w e r t in 26 Tagen um 7 O/", der E r y t h r o z y t e n- w e r t um 700.000, in Fall 81 waren nach 15 Tagen der Hamo- globinwert und die Erythrozytenzahl unverandert geblieben. In Fall 82 war in 19 Tagen der Hanioglobinwert um 16 "/o und die Zahl der Erythrozyten um 800.000 gestiegen, und in Fall 83 hatten sich der Hamoglobinwert und die Zahl der Erythrozyten um 10 yo bezw. 600.000 vermindert. Der F a r b e n i n d e x war in Fall 80 gesunken, in Fall 82 gestiegen und in den beiden ubrigen unver- andert geblieben. Den 3 ersten Fallen war genieinsam, dass die Besserung der Erythrozytenwerte schon wahrend der ersten Tage erfolgt war und dass die Werte wahrend der iibrigen Beobach- tungszeit stationar blieben. Von den 4 Fallen dieser Gruppe zeigte ulso nur Fa12 82 eine einigermassen gufe Regenerution. Hierbei ist aber zu beachten, dass 3 der Patienten schon recht alt waren.

  • 102

    Ausserdem lagen in diesen Fallen Komplikationen vor (siehe Kasuistik), und es ist schwer zu entscheiden, in welchem Grade diese auf die Regeneration eingewirkt haben.

    In den Fallen, in denen man bei der ersten Blutuntersuchung in peripherem Blut auf N o r m o b 1 a s t e n traf, sind sie fur gewohnlich auch wiihrerid der ganzen spontanen Regenerations- zeit vorhanden. In Fall 53 wurden keine festgestellt, trotzdem sich vorher solche vorgefunden hatten. In den Fallen 41, 42 und 43 verhielt es sich gerade umgekehrt. In ihnen geht also das Auftreten der Normohlasten parallel mit einer Erhohung der Reti- kulozytenwerte. Die Falle 45, 49 und 50 zeigten jedoch trotz vor- liandener Retikulozytose auch ferner keine Normohlasten. Die 3 Falle (41, 42, 4 4 , in denen man fruher keine Normoblasten gefunden hatte, jetzt aber solche traf, gehiiren zu den schweren Aniimien, wahrend heispielsweise bei Patienten mit leichteren Anamien (64,66) diese Zellenform auch weiterhin nicht angetroffen wird. Auch dieses deutet darauf lun, dass, wie schon vorher (S. 68) betont wurde, die Normoblastose vom Umfang der Blutung abhlngig ist und nich t ein reines Regenerationsphiinomen darstellt.

    In samtlichen Fallen hat eine Erhohung der Hetikulozyten- werte festgestellt werden konnen. In den Fallen, wo taglich Heti- kulozytenbestimmungen vorgenommen wurden uiid die Kurve je einen einigermassen regelmassig auf- und absteigenden Schenkel zeigt, scheint ihr Maximum auf die Zeit vom 5.-8. Tage zu fallen, und zwar in den meisten Fiillen auf den 6. FRIEDLANDER und WIEUEMER gaben auch an, dass der Zeitpunkt fiir das Retikulo- eytenmaximum nach Blutungen zwar von der Zeit und Intensitat der Hlutung abhangig ist, dass er aber meist 5 Tage nach den1 Auf- horen der Blutung eintritt. SCHI~DT hat das Maximum gewohnlich am 6. Tage beobachtet.

    Zwischen der Grosse der spontunen Retikulozytose und den Besse- rungen der Erythrozytenwerte besteht keine strenge Proportionalitat; doch haben die Falle mit einer deutlicheren Besserung der letzteren im allgemeinen auch gute Retikulozytose, die Falle aber xnit sinkenden oder unveribderlichen Werten eine flachere Reti- kulozytenkurve. Fall 37 hat eine Retikulozytose von 8 o/o, Fall 42 von 7.3 % und Fall 66 von 12.1 %, und trotzdeni zeigen sie keine merkbare Erhohung der Erythroztytenwerte. Diese Tat-

  • 103

    * = $.g & e g$p

    0.775 0.631 0.608 0.595 0.585 0.508 0.614 0.646 0.637 0.557 0.631 0.538 0.547

    0.581 0.545

    sachen scheinen darauf hinzudeuten, dass die Veranderung der Werte fur Hamoglobin und Erythrozyten und zum Teil auch fur Hetikulozyten nicht ausschliesslich von der Regenerationsgeschwin- digkeit abhangen, sondern dass noch andcre Faktoren, und zwar besonders der an Intensitat wahrscheinlich wechselnde Abbau von Hamoglobin und Erythrozyten einen Einfluss auf diese Veranderungen haben konnen.

    4 Qi. S & g:E

    5 7

    10.8 8.5 8.4 8.0 8.0 7.0 8.6 9.0 8.8 7.8 8.6 7.4 7.3

    8.0 7.5

    Tabelle XV. Der Mitteldiameter der Eryihroryten und seine Streuung in 16 FUllen nach

    Ablauf der sponlanen Regeneration.

    m L.

    E I

    5 0

    1.864 2.880 1.584 1.768 2.672 2.304 2.096 2.448 2.080 2.528 1.976 3.088 2.248

    2.336 3.600

    2 2

    - s a

    r

    0.59 0.66 0.95 1.07 0.69 0.89 1.00 1.10 0.79 0.83 0.93 1.02 1.20

    0.64 1.00

    33 ...... 41 ... . . . 42 .... .. 43 .... .. 45 ...... 47 .. . .. . 49 . .... . 50 ... .. . 53 .. .... 57 .. . . .. 59 ... ... 64 ...... 66 ...... 80 ...... 82 . .....

    - ~

    3: s I. s

    % s

    7.18 7.39 7.22 7.46 7.33 7.24 7.10 7.15 7.26 7.13 7.35 7.30 7.49

    7.28 7.22

    c

    = g - = B

    - 19/22 33/38 26/30 33/38 32/37 35/41 36/42 46/54 28/33 36/42 32/37 54/63 46/54

    26/30 61/71

    - - 4 5.

    F p

    S c 0 1 VI I.

    - 4.9 5.6 4.2 4.2 3.5 3.5 3.5 5.6 4.9 3.5 4.9 4.2 4.9

    3.5 3.5

    - - z

    5

    W W

    -e - 10.5 10.5 9.1 9.8 9.1 9.8 9.1

    10.5 10.5 9.1 9.8 9.8 9.8

    9.1 9.1

    - ~

    z .F d.

    1 c

    - 5.6 4.9 4.9 5.6 5.6 6.3 5.6 4.9 5.6 5.6 4.9 5.6 4.9

    5.6 5.6

    In die T a b e 11 e XV sind ausser den Hamoglobin-, Erythro- zyten- und Farbenindexwerten auch die Werte fiir den D i a - m e t e r d e r E r y t h r o z y t e n u n d s e i n e S t r e u u n g aufgenommen. Messungen wurden in 15 Fiillen vorgenommen. Von diesen betrafen die beiden letzten Ulcusblutungen. Die Be- stimmungen wurden in 9 F U e n am Ende der Beobachtungszeit gemacht, in 6 Fallen (43, 47, 49, 66, 80, 82) etwa 1 Woche nach den ersten Blutbestimmungen.

    Die Werte fur den M i t t e 1 d i a m e t e r schwanken zwischen 7.10 und 7.49 p. Im Vergleich zu Tabelle XI (gleich nach Blutung)

  • 104

    lassen sich keine einheitlichen Veranderungen nachweisen. Auch der Durchschnittswert 7.27 p samtlicher 15 Falle (D i a g r a m m I I I) hat sich im Vergleich zu dem der entsprechenden Falle gleich nach der Blutung (7.29 p) nicht verandert, aber ist deutlich kleiner als in dem der Normalfalle (7.45 p, D i a g r a m m I). In den meisten einzelnen Fallen sind die Veranderungen so klein, dass man die Werte unter Berucksichtigung der Fehlerquellen der Methodik als unverandert ansehen kann. In den Fallen 33, 57 und 59 lasst sich eine deutlichere Verminderung, in Fall 45 eine Vergrosserung feststellen.

    DIAGHAMM 111.

    nurchschnittswerte des Erythrozytendiameters und seiner Streuung nach der spontanen Regeneration (15 Falle).

    Diameter 7.27 p Abs. Streuung 0.599 Gr6sste Zelle 9.7 p Var. Koefficient 8.2 To Kleinste Zelle 5.4 / i Var. Breite 4.5 p

    9 U i a m e f e r inp

    Zwischen den Veranderungen des Hihoglobingehalts und der roten Blutkorperchen einerseits und den Werten fur den Erythro- zytendiameter andererseits scheint keine bestimmte Beziehung zu bestehen. Von den drei Fiillen mit der deutlichsten Verminde- rung des Mitteldiameters haben sich in Fall 33 die Erythrozyten an Zahl urn etwa 4OO.OOO vermehrt, wilhrend der Hiimoglobinwert unverandert geblieben ist; in Fall 57 sind sowohl Hamoglobin- wie

  • 105

    19/22 33/38 26/30 33/38 32/37 35/41 36/42 28/33 36/42 32/37 54/63 46/54

    Erythrozytenwerte ziemlich unverandert geblieben und in Fall 59 sind beide deutlich gesunken. Fall 66 mit einem hyperchromen Index von 1.20 hat auch den grossten Mitteldiameter. Im ubrigen vermag man ein sicheres Verhaltnis zwischen Farbenindex und Diameter nicht zu bemerken.

    Die Werte fur die a b s o 1 u t e S t r e u u n g variieren zwi- schen 0.508 und 0.775, fur die relative zwischen 7 und 10.8 yo. In 10 Fallen waren diese Werte gestiegen (im Vergleich zu T a- b e l l e X I), in 5 Falle gesunken. Die Durchschnittswerte (U i a- g r a m m I I I) fur die verschiedeneii Ausdrucke der Anisozytose haben sich in1 Vergleich zu den Werten entsprechender Falle gleich nach der Blutung (z. B. 0.586 fur die abs. Abweichung), wahrend der spontanen Regeneration kauni verandert. Sie sind jedoch weiter grosser als die der Normalfalle.

    Das in T a b e 11 e X I angedeutete Verhaltnis zwischen Blut- werten und Anisozytose tritt in T a b e 11 e X V nicht ebenso deutlich hervor.

    Tabelle XVI. Das Volumen der Erylhrozylen in 13 Fdllen nach Ablauf der apontanen

    Regeneration.

    1.864 2.880 1.584 1.768 2.672 2.304 2.096 2.080 2.528 1.976 3.088 2.248

    Fall

    33 . . . . . . . . . . . . 41 ............ 42 ............ 43 . . . . . . . . . . . . 45 . . . . . . . . . . . . 47 . . . . . . . . . . . . 49 . . . . . . . . . . . . 53 ............ 57 . . . . . . . . . . . . 59 ............ 64 ............ 66 ............ .80 . . . . . . . . . . . .

    - __ 4 s s. 5 F rc -

    13.0 19.5 14.0 19.0 19.0 17.0 22.0 16.0 22.0 18.75 29.0 22.0

    15.0

    - __ 4 I s z sag *P

    - - 6'

    ?I- ' m

    35.0 33.8 14.3 53.6 35.5 37.0 52.3 38.4 43.5 47.3 47.0 48.8

    32.0

    -

    - ~

    1 2

    5' I

    Y

    - 70.0 67.6 88.6

    107.2 71.0 74.0

    104.6 76.8 87.0 94.6 94.0 97.6

    64.0

    - - F

    9 a 0

    - 0.59 0.66 0.95 1.07 0.69 0.89 1.00 0.79 0.83 0.93 1.02 1.20

    0.64

    - - ; 4 9

    - 0.80 0.78 1.02 1.23 0.82 0.85 1.20 0.88 1.00 1.08 1.08 1.17

    0.74

    - - 3 a UY

    Tc

    - 0.71 0.82 0.90 0.84 0.82 1.02 0.80 0.87 0.80 0.83 0.91 1.03

    1.01

    T a b e l l e X V I en tha td ie Wertefurdas Z e l l e n v o l u m e n nebst den 3 I n d i c e s in 13 der Falle. Die Volumenbestimmun-

  • 106

    Fall 33. 21. IV. 123.

    12!: V. Fall 37. 3. 11.

    5. 7.

    10.

    5.100- - - 0.5 3.7576.5 1.250.5 10.5 - 7.0 6.200- - 1 - 1 - l - ' - l - - - - - 4.800- - - 1.75 1.75 60.25 2.75 - 22.75 - 4.7! 3.800- -1 - 1 - 1.25 1 89.75 I 1.0 1.25 24.75 - 2.0

    - 1.0 9.5 4 5 87.25 - 1.25 3.5 4.25 69.75 - - - - - - - - - -

    Fall

    Fall 42.

    Fall 43.

    0.5 2.75 62.5 3.25 0.25 24.75 - 8.0 - 0.5 70.75 1.25 0.75 22.5 - 4.2!

    41.27. IV. 5.400- - - 1. V. 6.300- - - 8. 1 5 . 8 0 4 1 - ~ - 11.0 l IJ.Jo.24 - 22.5 1 - 3.0

    20. 111. 9.700 - 0.25 4.25 13.25 5.5 38.25 2.0 0.25 30.5 - 5.7! 23. 12 600- - 4.25 19.5 3.75 54.75 - - 16.5 - 1-21

    9.100 - - - - - - - - - - - 25. 27. 7.400- - 0.25 2.0 2.75 70.25 1.0 0.5 17.75 - 5.5 2. MI. 6.800-0.25 1.0 2.2516.75 62.5 1.25 - 15.75 1.0 10.2!

    8.400 - - - - - - - - - - - 4. 5. 6. 7.600- -2.5 8.5 5.25 66.0 1.75 0.25 12.5 - 3.2!

    6.300- - - - - - - - - - - 9. 10.

    10.500 - - - - - - - - - - -

    Fall 49.

    Fall 50.

    13. I. 5.200- - - 0.75 2.25 81.25 1.5 0.5 39.25 - 4.5 4.10~- - - - - - - - - - - 15.

    17. 4.000 - - - 1.25 3.0 60.5 3.5 0.5 22.5 0.5 &7! 3.800- - - - - - - - - - - 20.

    22. 2.900- - 0.25 0.25 1.75 53.75 4.0 1.0 32.25 - 6.7! 3.400- - - - - - - - - - - 24. 4.400- - - - - - - - - - - 27.

    11. XII. 6.500- - - - 2.75 60.75 2.5 0.25 30.0 - 3.7! 5.800 - - __ - - - - - - - - 13. 5,000 - - - - - - - - - - - 16.

    18. 4.800- - - - 0.7567.25 1.75 - 24.5 - 5.7!

  • 107

    ~~ ~

    Fall 66.28. 111. 12.000- - 30. 9.000- -

    1. IV. 7.800- - 3. 7.500 - - 7. 7.100- -

    obersicht I. (Forts.)

    - - 0.5 - -

    Fall 57. 8. 11. 9.300- - - 10. 1 5.604-1 -1 -

    1.0

    5.75 1.0

    Fall 58. 12. I. 8.000- - - (18. I 6.500-1 -1 -

    Fall 59. 12. 11. 13.800- -0.25 14. 8.900- - - 17. 5.600- - - 19. 7.400 - 0.5 -

    4.0 83.75 - - 3.25 39.75 0.75 -

    _ - - - - 0.75 44.0 1.5 0.5 - - - - -

    Fall 64. 16. IV. 4.700- - - I 1;;: I ~ . o o o ~ - ~ -11.5 5.800- - -

    9.0

    44.5 47.6

    0.5 2.2!

    - 5.5 0.6 4.7!

    - - - - - -

    IFall 80.

    D.75 5.5 70.5 1.75 - - - - - - - - - - - 3.25 1.75 63.0 2.25 1.0

    1.0 ' 3.5 64.25 2.0 0.2!

    0.75 3.25 57.5 4.25 - - 4.25 53.5 6.75 2.7!

    - - - - -

    D.75 6.5 70.25 5.5 0.5 2.5 5.25 58.25 7.25 0.2

    6.5 12.0 73.75 0.25 - - - - - - - - - - - 3.5 3.75 71.0 1.5 - 0.5 3.75 57.25 3.0 0.2 2.25 2.25 60.5 3.25 0.21 1.0 0.25 67.0 2.0 0.Y

    l;: 111. 5.900 - - 0.5 5.900 -

    13. 4.800- 1 17. 5.500- - - 20. 4.700- - -

    3.800 5.000-

    1. IV. 5.100-

    Fall 81. 17. 11. 4.700- 21. 6.000- 25. 7.100- 3. 111. 5.100-

    Fall 82. 10. 11. 5.600- 14. 6.700- 19. 6.900 28. 6.300-

    0.5 0.25 67.5 0.75 0.7 0.5 0.5 67.5 1.0 0.2 - - - - - - - - - -

    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

    Fall 83.

    13.75 - 6.5 - - - - - - - - -

    16. IV. 5.800- - -

    29. 4.800-1 - - 21. 6.100- - - 25. 6.100- - - 1 - 1 - 1 -

    1 - 1 - 1 -

  • gen sind gleichzeitig riiit den Praparaten fur die Mikroiiit.trierungen gemacht worden.

    D i e H a m a t o k r i t c 11 w c r t e fur je 5 Millionen Ery- throzyten schwanken zwischen 32 und 53.6 yo oder, ausgedruckt in Kubikmikrons, zwischcn 61 und 107.2 p3. Ini Yergleich zu den IYerten gleich nach der Blutung ('1 a h e 1 1 c X I I) ist 1 Wert (Fall 45) unverandert, zeigen 3 (57, 59, 64) eine unhedeutende uncl 4 (42, 43, 49, 66) eine deutlichere Steigcrung (auf ubernorniale M'crte) sowie 5 (33, 41, 47, 53, 80) eine Verniinderung; also keinc einheitlichen Veranderungcn. Im Vergleich zu den Normalfallen liikgen 4 Werte deutlich unter tlem niedrigsten, 5 Werte deutlicli uber dem hochsten Normalwcrt. Der Durchschnittswert sanitlichcr 13 Fhlle (T a 11 e 11 e ist 42.19, gegenuber 32.28 in den Normalfallen und 42.90 dcr entspreclienden Falle gleich nnch Blutung. Also hut sich der Durchschniitsiuert fiir dns Voliiincn dvr rotcn Ulutkdrperclien uitch nnch der spontnnrn Rrgeneration nicht uerandert.

    Vergleicht man Farbenindex und Volumenindex, so ergibt sich eine deutliche, wenn aucli niclit ganz genaue Proportionalitat: einem hoheren Farbenindes entspricht meistens ein hoher Volunien- index. Werden wiederum die wahrend der Beobachtungszeit erhaltenen Werte fur Hanioglobin und Erythrozytenzahl mit dcn Werten fur das Erythrozytenvolumen vergleichen, so benierkt man, dass clort, n o die Anzahl der Erythrozyten in hoherem Masse als das I-Ianioglobin gestiegen ist, d . h. also wn der Farhen- index gesunken ist, das Ergebnis cin Sinkcn der Volunicnwcrte war. In den Fallen, in t h e n die Volumenwerte gestiegen sind, \jaren entweder die Blutwerte gesunkcn oder der I-Iiimoglobin- wert in liiiliereni Grade als die Zahl der Erythrozyten gestiegcn. Von den 5 Fallen niit dcr griissten Verniehrung der Zahl der Erythro- zyten, namlich den Fallen 33, 11, 47, 50 und 80, habcn 4 die ausge- sprochendstc Mikrovolumie; im 5ten waren keine \'olumenbcstini- mungen gcmacht worden (Nr 42). Die fliimoglobinmengr scheint nlso zii dem ~r~throzytenvolimieii in enger Beziehung zii siehen.

    Iieine Ohereinstinimung scheint zwischen den Veranderungen des Erythrozytendurchniessers und des Volumens vorhanden zu sein.

    Der S a t u r a t i o n s i n d e x schwankt zwischen 0.71 und 1.03. Im Vergleich zu ?'a h e 11 e X I I sanken die Werte in

    S Y I)

  • 9 Fallen und stiegen in 4 Fallen. Die Veranderungen des Farben- und Saturationsindex gingcn in den meisten Fallen ziemlich parallel. In 2 Fallen ist tler Saturationsindex gesunken, wahrend der Farben- index gestiegcn ist (43 und 49): dies hedeutet ein grosseres Volumen, wic auch aus der Tabelle hervorgeht. Der Durchschnittswert samt- liclicr 13 Falle ist 0.87 und der der entsprechenden FBlle gleich nacli der Ulutung 0.91. Wiihrend der spontanen Regenerution is1 somil die Satrrration der Erythroz!lten noch uieiter gesunken.

    Die Gesanitiverte der Imkozyten j e rmm sind in fast allen Fallen wiihrend der Zeit der spontunen Negenerafion gesitnken (u b e r- s i c h t I). In cinigen Fallen ist diescm Sinken initiale Steige- rung vorausgcgangen. Wo sich Linksverschiebung im Granulo- zytenbilde ufid Neutrophilie gleich nach der Blutung fanden, nehmen sie parullel mil der Verminderung der Leukorytenwerte ab; sic nehmen ahcr anfangs zu in den Fallen mit einer initialen Zunahnie der Zahl tler Lcukozyten.

    B. Veranderungen im Knochenmark.

    Die Praparate der Sternalpunktate am Ende der spontanen Regeneration sind durchgangig zellenreich. Vergleicht man sie mit den Praparaten von der Zeit gleich nach der Blutung, so er- halt man den Eindruck, dass insbesondere die Erythropoese sti- muliert worden ist. Man sieht an mehreren Stellen kleine Gruppen Erythroblasten in allen Reifestadien. Auch die erythrozytaren Mitosen sind frequenter vertreten. Die Normoblasten wirken grosser als in den vorigen Praparaten. Polychromatische Erythrozyten kommen oft vor. Die Leukopoese macht einen regelmassigeren Eindruck als gleich nach der Blutung. Die Zellengrosse schwankt nicht ebenso stark, und die Granulierung ist gleichmassiger uber das Zellenplasma verteilt. Die Vakuolen sind seltener. Der Kern der Granulozyten ist plumper, j iinger, von regenerativem Cha- rakter. Die Megakaryozyten sind auch fernerhin von geringer Anzahl. Hier und da sind grosse Haufen von Thrombozyten sichtbar.

    In T a b e l l e X V I I sieht man die D i f f e r e n z i e r u n g s - e r g e b n i s s e von 15 Knochenmarkpraparaten.

    Die Werte der P r o e r y t h r o b 1 a s t e n schwanken zwi- schen 0 und 4.33 auf je 400 Leukozyten. Im Vergleich zur vorlier-.

  • 110

    Tabelle XVII.

    3

    8

    8

    5.2 1.9 2.5

    18.0 5.1

    17.2 8.9 2.1 2.0 1.1 0.6

    11.1 14.5

    2.5 5.3

    Das Knochenmarkbild in 16 Fdlleri - z z

    s z m 5 s " y o

    3 6 a

    - 1.71 1.4: 1.1; 1.9: 0.9: 1.3: 1.9: 2.3: 2.01 1.7: 2.0 1.51 0.9:

    1.0 1.7!

    Fall

    33. . . . . . . . . . 11 .......... 12. . . . . . . . . . 13. . . . . . . . . . 15.. . . . . . . . ~ 17. . . . . . . . . . 19 .......... 50 .......... 53. . . . . . . . . I 57 .......... 59 .......... 64. . . . . . . . . . 66. . . . . . . . . I 80. . . . . . . . . , 82 ..........

    E!!!!?

    3 9 5 e L 6 3 -

    i.3:

    2.3: 1.6: 1.6: 3.6: 1.0 3.0 3.6: 1.3: 1.0 1.0 2.0

    1.6: 2.6:

    -

    3 3 E

    ??

    c (0

    - 6.3: 1.3: 3.3: 2.0 3.0 5.0 4.0 4.3: 2.3: 4.0 4.0 2.0 2.3:

    3.0 4.3:

    =

    Z s z c L " 3"

    g: rc

    - 78.0 29.0 33.31 37.65 40.0 156.0 66.3:

    48.0 63.3: 48.32 37.6; 68.3:

    fl3.65

    94.6; 54.3:

    z 0

    " 3

    94.33 282.9( 43.33 73.6t 64.33 103.3: 54.0 95.31 40.33 85.0 77.0 341.6: 90.0 161.3: 90.33 161.3: 41.67 92.6: 73.33 142.91 87.67 144.0 54.67 95.3~ 45.0 217.6t

    10.33 209.6: 87.0 1148.3:

    - -

    z 5 fi 3

    - 4.3: 0.3: 1 .o 2.0 0.3: 4.0 2.0 0.6' 1.0 1.6' 1.0 1.3: 3.6'

    3.3: 2.0

    E!!!!!!

    7 a z w Y, 3"

    0

    - 2.5 1.21 1.1: 1.4: 1 .o 1.0 1.3: 1.5 2.0 2.1: 1.7! 1.8: 1.3:

    2.6' 2.7!

    12.0 10.5E 16.2: 18.1; 14.42 16.4: 22.1 i 12.9: 10.9; 14.8: 13.51 19.5' 11.2:

    12.6: 13.01

    gehenden Sternalpunktion (T a b e 1 1 e X I I I) ist in 12 Fallen eine Verniehrurig erfolgt. Die M a k r o b 1 a s t c 11 variieren zwischen 1.33 und 6.33 u ~ i d sind in 11 Fallen zahlreicher geworden. Die entsprechendcn N'erte fur die b 1 a u e n N o r ni o G 1 a s t e n sind 29.0 und 156.0, unrl eine Steigerung ist in 13 Fallen feststellhar. Die r o t c n N o r m o b 1 a s t e n haben sicli in 10 Fallen ver- niehrt und variieren zwischen 40.33 uiicl 194.33. Das Verhaltnis zwischen blauen und roten Normoblasten schwankt von Fall zu I. all.

    D i e G e s a i n t z a l i l c l e r E r y t h r o b l a s t e n wech- sdt nach T a 1) c 1 1 c X V I I zwischcn 73 und 341. Eine Er- hohung ist in 12 Fallen crfolgt. In den Fallen 41, 49 und 80 hat sich die Zahl vcrmindert.

    Die Werte fur sarntliche Forinen der Erythroblasien sind beinahe ditrchweg hiiher als in den iYormalfiillen, - uncl nur in einigen weni- gen Fallen hochnormal. Zu dieseni Zeitpunkt nacli dem Aufhoren . der Rlutung sind die Vcranderungen soniit einheitlich und stinimen

  • 111

    Tabelle XVII.

    130.0 24.75

    36.33 32.33 39.25 32.17 27.5

    37.83 40.0 39.83 38.92

    34.0 26.75

    36.17

    27.92

    nach Ablaut der spanfanen Regeneration.

    7.4225.08 1.5 7.75 27.17 1.83

    9.75 22.42 1.52 8.5 29.42 0.83 9.0822.75 1.0 6.83 15.58 1.58 6.83 25.08 1.67

    5.92 14.33 2.17 6.92 23.75 0.83 7.58 16.75 0.75

    10.0 23.08 0.83

    6.25 28.67 0.83 8.42 25.5 2.33

    8.17 23.08 1.08

    5.25 30:5a 0.67

    I I I I I

    ?!=

    m

    3. ti:

    c

    1.5 t.33 1.83 1.33 1.75 1.25 1.0 1.33 t.92 1.08 1.67 1.83 1.83

    .08

    .08

    3.0 0.081 - 16.0 5.0 2.67 2.1: 4.16 - 0.17 20.67 5.33 0.33 2.01 1.91 - 0.08 10.25 3.67 0.33 1.7! 2.91 - 6.0 3.33 1.33 1.01 - 2.58 - 0.17 9.33 1.0 1.67 1% 2.25 - 0.5t 3.58 - 0.08 14.58 1.33 1.67 1.7[ 4.0 - - 17.08 2.0 1.0 2.7t 3.59 - 0.17 14.5 4.0 0.67 3.0 5.25 - 0.08 15.92 2.0 2.33 1.95 1.5 0.080.08 8.5 7.0 0.67 1.92 1.58 - 0.08 9.83 3.0 0.33 1.42 1.66 - - 11.58 2.33 - 1.25 1.91 - 0.17 10.42 1.33 1.0 2.25

    - 7.33 - -

    5.41 - 0.33 14.5 5.0 1.0 1.5

    E g g s ..gj

    - .67 1.33 .o .67 0.67 -67 - .67 0.33 -67 0.33 -0 0.33 #O ,O 0.33 .67 0.33 .67 - 67 - 67 --

    67 - 33

    -

    -

    -

    mit den von den vorher gcnannten Autoren iiberein: eine erhohte Zahl Erythroblastcn im Verhaltnis zur Leukopoese, und eine Linksverschiebung im Erythroblastenbild.

    Die hochsten Werte fur die Gesamtzahl der Erythroblasten kom- men in den Fallen 33, 47, 49, 50, 66 und 80 vor, die grosste Ver- mehrung verglichen mit T a b e 1 1 e X I I I in den Fallen 33 47, 59, 66 und 82. Keine sichere Bcziehrrng besteht zwischen den Veranderungen in1 Erythroblastenbild irnd der Hesserung der periphe- ren Blutwerte wahrend der sponianen Regeneration. Doch scheinen die Falle mit steigcnden Blutwcrt.cn oft liohe Werte fur Erythro- blasten zu haben.

    Auch in diesen Knochenmarkpunktaten sieht man keinerlei Beziehung zwischen der Schwere der Anamie und der Zahl kern- haltiger Zellen ini Knochenmark.

    Die Frequenz der c r y t 11 r o z y t a r c n K e r n t e i 1 u n g s- f i g u r e n schwankt; im allgemeinen haben die Falle mit dem hochsten Gehalt an Ery throblasten auch die meisten Mitosen.

  • 112

    Die hochsten R c t i k ii 1 o z y t e n w e r t e kommen in den Fhllen 43, 47, 49, 64 und 66 vor. Sie sind indessen nicht mit den iibrigen Werten der T a b e 1 1 e X I I I vergleichbar, weil die Punktionen in diesen Fallen nicht am Ende der Beobachtungszeit vorgenommen wurden, sondern zur Zeit des Maximums der peri- pheren Retikulozytenkurve; die iibrigen Falle haben vermutlich, wie auch im Blut, dieses Maximum bereits passiert.

    Wie sich vorher ergab, fehlten den Fallen 45, 49, 50, 64, 66 und 82 N o r m o b 1 a s t e n ini Blut. Alle diesc Falle haben nacli T a b e 1 1 e X V I I Zeichen einer lebhaften Erythropoese im Knochenmark. Die LVornroblastose im Blut geht soniit nicht purallel m ii den Regeneralionss ympfomen des Kncichenmarks.

    Da samtliche Werte fiir die Gesamtzahl der Erythroblasten in T a b e 11 e X V I I den entsprechenden Mittelwert der Normal- falle iihersteigen, hat sich auch das Verhaltnis zwischen Erythro- Idasten und weissen Blutkijrperclien zu gunsten ersterer verschoben.

    DieWertefurdie G r a n u l o z y t e n in l a b e l l e X V I I liegen in sanitlichen Fallen innerhalb der Nornialgrenzen. Im Vergleicli zii T a b e 1 1 e X I I I sind die in dieser festgestellten Linksverschiebungen verschw-unden. Nur in Fall 49 ist die %ah1 der Myelozyten auf einen hochnornialen Wert gesticgen. Wie sich vorher crgeben hatte, zeigen auch die peripheren Granulozytcn- bilder. eine abklingende 1,inksverschiebutig. Diese Erscheinung lauft also ini Blut und Knochenmark parallel. Auch die Leuko- zytenwerte des Blutes sind gleichzeitig gesiinken. IXe nach der Blutung feststellbaren Veriinderungen des rueissen Blutbildes sowohl in Blut wie Knochenmark scheinen sehr voriibergehender Art zu sein.

    Die ii b r i g e n L e u k o z y t e n f o r m e n bieten sehr wenig Interesse. In Fall 57 ist eine leichte Eosinophilie des Blutes vor- handen, und auch die eosinophilen Zellen des Knochenmarks er- reichen ihren hochsten Wert. Die Falle 43, 45, 47, 59 und 64 zeigen noch eine Neutrophilie des Knochenmarks, die sich in cini- gen von den Fallen schon in T a b e 1 1 e X I I I fand, der aber keine periphere Neutrophilie entspricht. Die iibrigen Zellenformen weisen die gewohnlichen Werte anf.