Miscellanea W. J. Ganshof van der Meersch. (Mlanges publis sous l'gide et avec l'appui du Centre interuniversitaire de droit public et de l'Universit Libre de Bruxelles). Tome I: Tome II: Tome III

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  • Miscellanea W. J. Ganshof van der Meersch. (Mlanges publis sous l'gide et avec l'appui duCentre interuniversitaire de droit public et de l'Universit Libre de Bruxelles). Tome I: TomeII: Tome IIIReview by: H.-J. SchlochauerArchiv des Vlkerrechts, 16. Bd., 2. H. (1974), pp. 220-221Published by: Mohr Siebeck GmbH & Co. KGStable URL: http://www.jstor.org/stable/40797614 .Accessed: 18/06/2014 05:04

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  • 220 Besprechungen

    ge gepredigt, wird von Soder selbst korrigiert, wenn er auf den Unterschied in der Kriegsauffassung des Surez und des Vitoria hinweist. Surez hat mit Nachdruck die Ansicht zurckgewie- sen, die Souverne seien befugt, Un- gerechtigkeiten, die gegen andere Staa- ten und Vlker begangen worden seien, zu ahnden. Die Rechtfertigung des Krieges mit dem Argument, er diene dem Wohl der Vlkergemeinschaft lt er nicht gelten.

    In einer Zusammenfassung wrdigt Soder noch einmal Surez' Verdienste um das Vlkerrecht und subsumiert sie unter folgende Schlagworte: Klarstel- lung des Begriffs des Vlkerrechts, Her- auskristallisierung des positivrechtlichen Charakters des jus gentium, Aufbau eines geschlossenen Systems des Vlker- rechts, Andeutung der demokratischen Staatsform, Przisierung der Normen des Kriegsrechts, Behandlung des Wi- derspruchs zwischen Souvernitt und Vlkergemeinschaft, Betonung des Men- schen (Soder formuliert: der Mensch als Mittelpunkt). Da manche dieser Verdienste von Soder vielleicht ber- bewertet werden, ist bereits angedeutet worden. Manche Formulierungen m- gen gewagt sein (z. B. auf S. 356: Su- rez' Lehre hat Staat und Recht zugun- sten des Menschen endgltig entmytho- logisiert). Aber an ungleich viel mehr Stellen wird man Soder recht geben mssen. Wenn an dieser hervorragen- den wissenschaftlichen Arbeit Kritik ge- bt werden soll, dann knnte sie wohl am ehesten an der Stelle ansetzen, an der Soder den Zusammenhang zwischen der Souvernitt und dem Recht zum Kriege zu schwach zeichnet. Mit der Aussage, jeder Staat sei souvern und werde gegebenenfalls zum Richter ber den Mitstaat (S. 361), ist der Kern dieses Zusammenhangs nicht aufgedeckt. Aber gegenber den zahlreichen Ver- diensten, die sich Josef Soder mit die- sem Werk erworben hat, mu solche Kritik verblassen. Vielmehr mu Dank- barkeit bezeugt werden, da er die deutsche vlkerrechtliche Literatur mit einer so reifen Frucht disziplinierten

    wissenschaftlichen Arbeitens bereichert hat.

    Prof. Dr. Otto Kimminich, Regensburg

    Miscellanea W. J. Ganshof van der tyieersch. Studia ab discipulis amicisque in ho- norem egregii professons edita (M- langes publis sous Pgide et avec l'appui du Centre interuniversitaire de droit public et de l'Universit Libre de Bruxelles). Bruxelles/Paris: E. Bruylant/Librairie Gnrale de droit et de Jurisprudence. 1972 Tome I: LU, 621 S.; Tome II: 976 S.; Tome III: 753 S.

    Dem belgischen Gelehrten und Prak- tiker des internationalen Rechts, der auch in wichtigen ffentlichen Funktionen des Staats-, Verwaltungs- sowie Strafrechts ttig war, ist von Kollegen, Freunden und Schlern anllich seiner Emeritie- rung eine dreibndige Festschrift (insge- samt 2350 Seiten) dargebracht worden. Sie enthlt 110 Beitrge belgischer, deutscher, englischer, franzsischer, ita- lienischer, niederlndischer und spani- scher Spezialisten auf den verschiedenen Arbeitsbereichen des in dieser Weise Ge- ehrten. Vorangestellt sind ein Verzeich- nis seiner Verffentlichungen, eine bi- bliographische Notiz sowie eine von Henri Rolin gegebene Wrdigung der Person und des reichen Lebenswerks von Ganshof van der Meersch. Die (zum Teil krzeren) Artikel sind drei Sach- gruppen zugeordnet: I. Droit internatio- nal public et europen (Band 1 und erste Hlfte des Bandes 2), und zwar A. Droit international public - darunter Ch. Chaumont, La dfinition de l'aggression 1 970-1 971; M. Vir ally , De la classifica- tion des organisations internationales; P. Reuter, Le droit des traits et des accords internationaux conclus par les Organisations internationales; O. Kahn- Freund, Labour Relations and Interna- tional Standards: Some Reflections and the European Sozial Charter - B. Droits de l'homme et Organisation internatio- nale - zu erwhnen vor allem Th. Euer-

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  • Besp re eh ungen 221

    genthal, The American Convention on Human Rights: an Illusion of Progress (vgl. Archiv des Vlkerrechts Bd. 15 [1971/72] S. 346 ff.); /. V/, La Con- vention europenne des Droits de Phomme et les personnes morales de droit public - C. Droit des Communauts europennes et des Organisations rgio- nales. II. Droit compar et unification du droit (zweite Hlfte des Bandes 2). III. Droit public belge et tranger (Band %) mit A. Droit constitutionnel und B. Droit administratif. Schlochauer

    STEPHAN VEROSTA : Theorie und Realitt von Bndnis- sen. Heinrich Lammasch, Karl Ren- ner und der Zweibund (1897-19 14). Wien: Europa- Verlag. 1971. XXVIII, 660 S.

    Der Verfasser gibt eine auenpolitisch- diplomatische sowie vlkerrechtsge- schichtliche und theoretische Untersu- chung im Zusammenhang mit dem Zwei- bundvertrag von 1897 nebst den ihn er- gnzenden Abkommen bis zum Anfang des ersten Weltkrieges. Das Buch hat ho- hen wissenschaftlichen Wert und enthlt umfangreiche Literaturhinweise (die lei- der nach Abschlu des Textes [S. 547- 582] stehen) sowie zum Teil unbekann- tes, schwer zugngliches Dokumentenma- terial (im Anhang S. 583-640). Es ist zu- gleich ein Beitrag zur innen- und auen- politischen Entwicklung der sterrei- chisch-ungarischen Monarchie seit 1848.

    Wie der Untertitel sagt, wird beson- dere Beachtung dem Wirken von Lam- masch und Renner fr den Bestand der Donaumonarchie geschenkt. Dieses Ziel verfolgten beide trotz ihrer divergieren- den politischen Einstellung. Heinrich Lammasch - konservativ und letzter Mi- nisterprsident des kaiserlichen ster- reichs - ist als Vlkerrechtswissenschaft- ler und -praktiker durch seine ausge- zeichneten Werke Die Rechtskraft in- ternationaler Schiedssprche (1913) und Die Lehre von der Schiedsgerichtsbar- keit in ihrem ganzen Umfang (19 14), andererseits aus seinen Bemhungen um eine Friedenssicherung auf den beiden

    Haager Friedenskonferenzen sowie aus seiner Funktion als Vorsitzender dreier Schiedsgerichte im Rahmen des Haager Hofes bekannt. Karl Renner war sozial- demokratischer Politiker (191 8-1920 Kanzler, 194 5-1 9 50 Bundesprsident) und hat zwei beachtenswerte Bcher Grundlagen und Entwicklungsziele der sterreichisch-ungarischen Monarchie (1906) sowie sterreichs Erneuerung (3 Bnde, 191 6/17) geschrieben.

    Auenpolitisch-vlkerrechtlich inter- essante Betrachtungen liegen vor allem in den Teilen I: Heinrich Lammasch, die Friedensbewegung und die beiden Haa- ger Friedenskonferenzen 1899 und 1907, V: Der sterreichisch-ungarische-deut- sche Beistands- und Neutralittsvertrag 1879, VI: Die groe europische Krise 1887/88 und die erste Krise des Zwei- bundes, VII: Die zweite Krise des Zwei- bundes 1897 bis 1907 (darunter Nichter- neuerung des Rckversicherungsvertra- ges, Dritter Dreibundvertrag, Russisch- franzsisches Defensivbndnis, Vertrag von Bjrk), XI: Der Bund der fried- liebenden Neutralen und das Donaureich als monarchische Schweiz (mit anregen- den neutralittspolitischen Errterun- gen), XVI: Der Balkanbund und die dritte Krise des Zweibundes (unter an- derem Marokko-Krise, Deutsch-russi- sche Begegnung in Reval 191 2, Ultima- tumsvorschlag an Serbien und Monte- negro).

    Die Kernpunkte der Untersuchungen Verostas werden am besten mit seinen Worten in der Einfhrung (S. XXV) umrissen: Im einzelnen werden folgende Vertrge und Vertragsangebote auf ihre rechtliche und politische Vereinbarkeit mit der sterreichisch-ungarisch-deut- schen Defensivallianz von 1879 unter- sucht: das Drei-Kaiser-Bndnis von 1881 und 1884, der deutsch-russische Rckver- sicherungsvertrag von 1887, die Grnde seiner Nichterneuerung 1890, die Ab- kommen zwischen der Donaumonarchie und Ruland von 1897 (Petersburg) und 1903 (Mrzsteg) sowie der Neutralitts- vertrag von 1904; die Bndnisangebote Deutschlands an Ruland von 1904 und 1905 (Bjrk) und der Uneigenntzig-

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    Article Contentsp. 220p. 221

    Issue Table of ContentsArchiv des Vlkerrechts, 16. Bd., 2. H. (1974), pp. 129-240Front MatterVlkerrecht und internationale Beziehungen [pp. 129-149]The Law on Invalidity of Treaties [pp. 150-193]BERICHTEL'volution contemporaine du droit de la mer [pp. 194-203]Tagung des Institut de Droit International 1973 in Rom [pp. 203-206]

    URKUNDENBeschlsse des Institut de Droit International angenommen auf der Tagung in Rom im September 1973 [pp. 207-209]

    ENTSCHEIDUNGENGutachten des Internationalen Gerichtshofes vom 12. Juli 1973 betreffend Abnderung des Urteils No. 158 des Verwaltungsgerichts der Vereinten Nationen [pp. 210-213]

    BESPRECHUNGENReview: untitled [pp. 214-215]Review: untitled [pp. 215-220]Review: untitled [pp. 220-221]Review: untitled [pp. 221-222]Review: untitled [pp. 222-223]Review: untitled [pp. 223-226]Review: untitled [pp. 226-227]Review: untitled [pp. 227-228]Review: untitled [pp. 228-229]Review: untitled [pp. 229-230]Review: untitled [pp. 230-232]Review: untitled [pp. 232-236]Review: untitled [pp. 236-237]Review: untitled [pp. 237-237]Review: untitled [pp. 237-238]Review: untitled [pp. 238-238]

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